Hoheit über das Bewegtbild

Die Goldgräberstimmung auf dem Online-Videomarkt hält unvermindert an. Das Open-Source-Projekt Miro will die Hoheit über das Bewegtbild im Netz nicht nur Google, Apple und Microsoft überlassen. Miro-Projektleiter Jesse Patel und Holmes Wilson sprachen auf der Berliner Konferenz re:publica mit ORF.at über den harten Wettbewerb um Entwickler und Geld.

[Futurezone über Miro]

Release: Miro 1.2

Die Participatory Culture Foundation hat die Version 1.2 von “Miro”, des integrierten Clients für Internet-TV, Video, RSS und BitTorrent, zum Download bereitgestellt. Das Open-Source-Programm ermöglicht den Zugriff auf etwa 4000 freie Internet-TV-Kanäle, deren Inhalte man via RSS abonnieren und automatisch herunterladen kann.

Ein paar der Neuigkeiten:

# On Windows and Linux, we updated to XULRunner 1.9, which brings memory and performance improvements.
# We’ve added a much-requested preference to set new channels to not auto-download.
# New preferences for tweaking number of simultaneous auto-downloads and torrent seeding.
# Important re-architecting of the frontend and backend code.
# Lots of bug fixes and tweaks.
# On OSX, we updated to Perian 1.1.
# On Windows, the Miro installer is now much simpler and prettier.
# Improved support for Flash in Channel Guide pages.
# Improved translations for dozens of languages.

Hier geht’s zum Download.

[via Heise & Miro-Blog]

Miro 1.0 veröffentlicht

Nach mehr als zweijähriger Entwicklungsarbeit stellte die Participatory Culture Foundation (Stiftung “Mitbestimmte Kultur”) am 13.11.2007 die erste Version des Miro-Players (Download) vor, der jeden Computer in einen Internetfernseher verwandeln soll.

Ehrgeiziges Ziel der Entwickler des zunächst unter dem Namen “Democracy Player” und im Juni 2007 in Miro umbenannten Programms ist es, eine offene Plattform für die Verbreitung hochauflösender Video-Inhalte aus unabhängigen Quellen zu schaffen. Der Zuschauer kann sich sein Programm aus den über 2700 bereitgestellen Kanälen zusammenstellen und mit der Broadcast Machine (Entwickler gesucht!) eigene Kanäle erstellen, und somit mitbestimmen, was ihr/ihm und anderen auf den Bildschirm kommt. Der alte Traum der Internet-Urväter, bei dem jeder Empfänger auch gleichzeitig Sender sein kann, wird damit auf das Fernsehen übertragen.

Der Miro-Player selbst ist Freie Software, d.h. jeder kann das Programm frei herunterladen, verändern und unter den Bedingungen der GPL-Lizenz weiterverbreiten. Ein Auszug aus den Fähigkeiten des Players:

  • Abspielen von fast allen Video-Formaten über den integrierten VLC-Spieler
  • Herunterladen von Videos über RSS-Kanäle, Video-Communities und das BitTorrent Peer-to-Peer-Netzwerk
  • Integriertes Suchen und Herunterladen von Videos auf YouTube, Google Video, blip.tv etc.
  • Organisieren des eigenen Video-Archivs durch Wiedergabelisten, Schlüsselwörter und Ordner

In einem Vergleich von Miro gegen Joost, dem neuen Internetfernsehen der Skype- und Kazaa-Gründer, heben die Miro-Entwickler die offene Natur des Miro-Projekts hervor und warnen gleichzeitig vor einer Ãœbertragung des geschlossenen Konzepts des herkömmlichen Fernsehens auf das Internet, wie sie Joost vorsieht.

Interessant für institutionelle und kommerzielle Anwendungen könnte die neu eingeführte Möglichkeit des Co-Brandings sein. In Vereinbarung mit den Entwicklern kann Miro dadurch mit eigenem Logo, Startseite, Standard-Kanälen und Werbung versehen werden.

Wir haben den offiziellen Start des Miro-Projekts zum Anlass genommen, um auch mit miro.cc auf Sendung zu gehen. In Zukunft werden wir Euch hier aktuelle Informationen rund um die Miro-Plattform und deren Inhalte in deutscher Sprache liefern.

Viel Spaß beim Mitbestimmen wünschen Euch Christian & Meinhard.